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Künstlerisch-gestalterische Fassadenintervention Tirol Haus

Abgeschlossener Ideenwettbewerb

Die Lebensraum Tirol Gruppe lobte im Dezember 2025 in Zusammenarbeit mit WEISSRAUM. Designforum Tirol einen geladenen zweistufigen Idennwettbewerb zur Gestaltung der Fassade des sog. Tirol-Hauses, dem neuen Firmensitz der Unternehmensgruppe am Innsbrucker Südring, aus.

Ausgangssituation:
Die Lebensraum Tirol Gruppe – mit ihrer Muttergesellschaft der Lebensraum Tirol Holding und den Gesellschaften Tirol Werbung, Standortagentur Tirol und Agrarmarketing Tirol – führt ihre derzeit auf das Innsbrucker Stadtgebiet verteilten Bürostandorte zusammen und bezieht im Jahr 2027 einen neuen Firmensitz am Innsbrucker Südring.

Das neue Tirol Haus soll ein mit der Marke Tirol identitätsstiftender Ort für Mitarbeiter:innen und Partner:innen sein, der das kollektive Zusammenarbeiten, die Innovationsbereitschaft und den Pioniergeist der Lebensraum Tirol Gruppe stärkt und den offenen Austausch fördert. Die Mission der Gruppe: Gemeinsam stärken wir unter der Marke Tirol die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit des Landes. Dieser Leitstern soll im Gebäude spür- und erlebbar sein, ergänzt durch die Wertehaltung der Marke Tirol.

Beim Gebäude handelt es sich um das ehemalige ARZ-Bürogebäude in der Anton-Melzer-Straße 11 (auch bekannt als das »Rote Haus«). Bis zum Einzug wird das Bürogebäude von Architekt Hanno Vogl-Fernheim thermisch und technisch komplett saniert und um zwei Stockwerke aufgestockt. 
 
Aufgabenstellung:
Zur Stärkung der identitätsbildenden Außenwirkung des Tirol Hauses soll die bestehende Fassade im Rahmen einer künstlerischen Intervention gestalterisch weiterentwickelt werden. Die Maßnahme soll den architektonischen Ausdruck schärfen und die visuelle Identität des Gebäudes klar erkennbar machen.
 
Es ist eine Gestaltungsaufgabe, die ein gutes Gespür für die vorhandenen Rahmenbedingungen als auch für die seitens der Auftraggeberin gewünschten, gestalterischen Impulse verlangt: Es handelt sich nicht um eine Fassadenneugestaltung, sondern die bestehende Fassade muss baulich erhalten bleiben. Die Ideen müssen folglich aus den Voraussetzungen der bestehenden Fassade heraus entwickelt werden. Andererseits geht es im Ideenwettbewerb um wesentlich mehr als eine bloß dekorative werbetechnische Maßnahme: die Lösungsansätze sollen die Identität des Gebäudes sichtbar steigern, sie mit einem semantischen Mehrwert ausstatten, und sie sollen die zentralen Werte der Marke Tirol – deren Hüterin die Lebensraum Tirol Gruppe ist – kommunizieren.
 
Prozedere: Open Call und Geladener Ideenwettbewerb
Als erste Stufe wurden in einem Open Call interessierte interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaften, Künstler:innen, Designer:innen und Gestalter:innen aufgerufen, sich für die Teilnahme am Ideenwettbewerb zu bewerben. Eine Vorjury hat anhand der eingereichten Portfolios nach eingehender Diskussion folgende sieben Arbeitsgemeinschaften für die Teilnahme am geladenen Ideen- und Gestaltungswettbewerb ausgewählt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Patrick Bonato, Innsbruck
  • ARGE Hinterhuber-Oberhammer, Innsbruck/Wien
  • Kassegger und Partner, Dornbirn
  • Liquid Frontiers, Wien
  • Manfred Alois Mayr, Meran
  • Proxi Design, Dornbirn/Innsbruck
  • Sägenvier Designkommunikation Dornbirn

Die eingeladenen Arbeitsgemeinschaften haben ihre Gestaltungskonzepte für die »Künstlerischgestalterische Fassadenintervention Tirol Haus« im Februar 2026 vor einer Jury präsentiert. Nach Abschluss der Präsentationen wurden die einzelnen Präsentationen von der Jury umfassend diskutiert und beurteilt.

Juryzusammensetzung:

Fachjury:
Hanno Vogl-Fernheim – (ausführender) Architekt, Innsbruck – Juryvorsitz
Annja Krautgasser – Künstlerin und Mediengestalterin, Wien
Andrea Gassner – Raum-und Kommunikationsgestalterin, Feldkirch

Sachjury:
Karin Seiler – Geschäftsführung Tirol Werbung
Raimund Noichl – Geschäfstführung Hypo Immobilien GmbH
Lisa Schwaninger – Projektleitung "Tirol Haus", Lebensraum Tirol Holding (1/2 Stimme)
Stefan Pirchmoser – Leitung Markenmanagement, Lebensraum Tirol Holding  (1/2 Stimme)

Stiller Beobachter (ohne Stimmrecht):
Johannes Stimpfl – Stimpfl BMG GmbH

Ergebnis der Präsentationen und Juryempfehlung:
In der Jurysitzung am 27. Februar 2026 wurde der Wettbewerbsbeitrag von Manfred Alois Mayr von der Jury einstimmig auf den ersten Platz gereiht und zum Sieger des Ideenwettbewerbs erklärt und der Auftraggeberin zur weiteren Umsetzung empfohlen.

Die Begleitung durch die Jury und WEISSRAUM. Designforum Tirol waren damit abgeschlossen.

Titelbild: Tom Hillebrand / ROCOCOON

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