Verlagsvorstellung und Lesung Jamal Tuschick

Jamal Tuschick (D)

Schon der Name gefällt uns hundertprozentig. Aber noch mehr die Art, wie sie Bücher machen. Und auch die Vorgeschichte:

Sagen zwei ehemalige leitende Suhrkamp-Leute beiläufig tschüss und sperren einen eigenen Verlag auf. Rainer Weiss, vormals Programmleiter und Geschäftsführer beim Suhrkamp-Verlag, und Anja Schutzbach, vormals ebendort Marketingleiterin, heißen die beiden. Und weil Bücher machen nicht gleich Bücher machen ist, erhob man den Gründernamen zum Programm und gestaltete vornehmlich in Weiß gehaltene Bücher. Schlicht, einfach, und (wie wir finden): Schon schön.  Was sie genau zu ihrem Unternehmen bewog und wie es ihnen im 2. Jahr so geht, wollen wir in dieser Verlagspräsentation klären.  Und mit dabei ist einer ihrer hervorragensten Autoren: Jamal Tuschick, geb. 1961 in Kassel (D), Schriftsteller, Literaturkritiker, Journalist, Publizist. Er liest aus seinem aktuellen Buch »Aufbrechende Paare«.

Zwei ehemalige leitende Mitarbeiter des Frankfurter Suhrkamp-Verlags wollen sich 2008 selbstständig machen. Das neu zu gründende Unternehmen will sich auch Werken unbekannter deutscher Autoren annehmen.  Der frühere Suhrkamp-Programmchef Rainer Weiss (58) und die ehemalige Suhrkamp-Marketingleiterin Anya Schutzbach (43) werden den neuen Verlag mit dem Namen »weissbooks« ab Januar gemeinsam führen.  Für 2008 sind zehn Titel aus Belletristik und Sachbuch geplant. Nach Angaben der Gründer beteiligen sich Investoren aus Deutschland und der Schweiz am neuen Verlag. Das Startkapital für die ersten drei Jahre liege bei einer Million Euro.  Weiss war Mitte vergangenen Jahres als Geschäftsführer beim renommierten Suhrkamp-Verlag ausgeschieden. Schutzbach hatte das Haus Ende Juni dieses Jahres verlassen. Nach dem Tod von Verleger Siegfried Unseld 2002 hatte Unselds Witwe Ulla Unseld-Berkéwicz die Gesamtleitung bei Suhrkamp übernommen. Seitdem verließen mehrere führende Mitarbeiter den Verlag. Er blicke jedoch »nicht zurück im Zorn«, sagte Weiss. Jetzt wolle er es aber »nochmals wissen«. Zu den ersten Titeln von Weissbooks gehört neben teils noch unbekannten deutschen Autoren das einzige Werk eines amerikanischen Schriftstellers, der sich 1979 das Leben nahm. Weissbooks werde seine Lücke finden, meinten die Gründer. »Ein kleiner Verlag kann viel schneller auf die Notwendigkeiten des Marktes reagieren«, sagte Schutzbach. Im »strategischen Beirat« des neuen Verlags sitzt unter anderem ein Wirtschaftsprüfer. (ZEIT online, Tagesspiegel | 02.10.2007 dpa)


Jamal Tuschick: »Aufbrechende Paare«. Jamal Tuschick streift durch die Stadt, atmet sie ein, erforscht sie »wie einen Kontinent”, misst aus, blickt in ihre Ecken und auf ihre Plätze. Und erzählt vom Trieb der Städtebewohner, einander zu begegnen, sich zu lieben und zu quälen und wieder davonzugehen ins Ungewisse. Erzählt von Kurt und Jana, Mischa, Sina, Pavel und Kat — und wie sie alle heißen.  »Aufbrechende Paare« ist ein Frankfurt-Buch, ein Großstadtroman von Heute. Und Jamal Tuschick ist der moderne Flaneur, dem nichts entgeht und der, was immer ihm begegnet, in Worte fasst, wie es »vor mehr als einem halben Jahrhundert Marieluise Fleißer oder Ödön von Horváth getan haben: schneidend, beißend, sezierend, vollends unsentimental.« (Jörg Plath, Süddeutsche Zeitung)

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