Über die Gestaltung von Pfeilen, Farben, Buchstaben …

Rolf Müller (D)

… Zahlen zu Systemen

Rolf Müller ist einer der renommiertesten Gestalter Deutschlands. Sein Studium an der Hochschule für Gestaltung in Ulm sowie die Begegnungen mit seinen Lehrern, Otl Aicher und Josef Müller-Brockmann, markieren die wesentlichen Bezugspunkte seiner Arbeit. Über allem steht dabei der in dieser Umgebung definierte, unbedingte Anspruch, grafische Gestaltung bestehe wesentlich im systematischen Ordnen visueller Zeichen (Pfeilen, Farben, Buchstaben, Zahlen, Bildern), um eine sinnvolle und ästhetisch ansprechende Kommunikation mit dem Empfänger zu ermöglichen.  Dieser Anspruch prägt die Arbeiten Rolf Müllers bis zum heutigen Tag. Er schuf Plakate, Erscheinungsbilder, Informations- und Orientierungssysteme, die zeigen, wie wichtig das Schaffen präziser systemischer Grundlagen für visuelle Gestaltungsarbeit ist und wie Grafik gewissermaßen aus sich selbst heraus die Regeln ihrer Wirkung definieren kann. ¶ Aber freilich hat jedes System seine Grenzen. Und so wird Rolf Müller sich in seinem Vortrag neben den mit großem Aufwand entwickelten Projekten vor allem auch dem unvermeidlichen Thema widmen, wie diese dann nach einiger Zeit »verwilderten« oder verschwanden.

Rolf Müller, geboren 1940 in Dortmund, Studium der visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung Ulm. Einjähriger Arbeitsaufenthalt bei Josef Müller-Brockmann in Zürich. 1967 bis 1972 Mitarbeiter von Otl Aicher und stellvertretender Gestaltungsbeauftragter für die Spiele der XX. Olympiade 1972 in München. Seit 1972 Inhaber des Büros Rolf Müller. Mitglied in zahlreichen Verbänden und Institutionen (Deutscher Werkbund, tgm–Typografische Gesellschaft München), 1991–1993 Präsident der Alliance Graphique Internationale (AGI). Zahlreiche Vorlesungen, Auszeichnungen und Einzelausstellungen. Seine Plakate sind Teil der Sammlungen des Museum of Modern Art New York, des Deutschen Plakatmuseum Essen und der Neuen Sammlung München.

Weiterführende Links
www.hfg-archiv.ulm.de
Wikipedia-Eintrag über die HfG Ulm 

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