Schaut shout! Grafik und Protest

Protest, Widerstand und politische Agitation haben zentral mit der Kraft visueller Botschaften zu tun. Sie leben von Symbolen und starken Bildern, die konfrontieren, appellieren und zur Auseinandersetzung herausfordern. Über viele Jahrzehnte hat sich das Plakat als Medium einer kritischen Öffentlichkeit etabliert, heute wird es von digitalen Medien und dem virtuellen Raum als Aktionsfläche ergänzt – aber immer noch geht es um eine prägnante visuelle Rhetorik. Die Ausstellung zeigt wichtige historische Meilensteine widerständiger Grafik, ausgewählte internationale Protagonisten u.a. aus Polen und Israel, sowie lokale Tiroler Beispiele, die zeigen, welche Themen hierzulande für Protest sorgten.

Vom Widerstand gegen den Krieg über Armut, Menschenrechte, Feminismus und Klimaschutz bis zur Occupy-Bewegung, dem Arabischen Frühling, Globalisierung oder Donald Trump – zur Formulierung von Widerstand sind immer schon Sujets entwickelt worden, die sich mitunter tief in unser kollektives Gedächtnis eingeprägt haben.

Historische Vorläufer aus den 1930er und 1960er Jahren markieren erste Positionen politischer Grafik. Heute sind es Designer wie der in Israel lebende Yossi Lemel oder der Pole Lex Drewinsky, die aus Eigenengagement eindrückliche Plakate gestalten, die oft die Konfliksituationen ihrer Herkunftsländer reflektieren. Case Studies zeigen, wo visuelle Aspekte eine besondere Rolle in Protestaktionen spielten – von der Hongkonger Umbrella-Revolution bis zur aktuellen Demokratiebewegung in Polen. Auch in Tirol sind bemerkenswerte Plakate zu sozialen, kulturellen und politischen Themen entstanden: im Kontext des Treibhauses, der Zeitschrift Föhn und für die lokale Anti-Atomkraft-Bewegung. 

Der öffentliche Stadtraum ist nach wie vor Austragungsort des Protests, der virtuelle Raum hat andere Mechanismen der Informationsverbreitung, übernimmt aber eingeübte Strategien und Sehgewohnheiten. Eine Ausstellung, die anhand ausgewählter Positionen, Beispielen und Case-Studies die Rolle von Grafikdesign im Kontext gesellschaftspolitischer Bewegungen aufzeigt.

 

Eröffnung: Dienstag 4. Juni 2019, 19:00 Uhr

mit einem Statement von Erwin Bauer/buero bauer, Wien über das Projekt „Protest Grafics“ (die angewandte für die Vienna Design Week 2018 )  

 

Laufzeit: 4. Juni – 12. Juli 2019

Öffnungszeiten: Di 14–20 Uhr / Mi–Fr 14–18 Uhr / Sa 11–15 Uhr

Führungen: Freitag 14.6. 16:00 Uhr und Samstag 29.6. 11:00 Uhr (kostenlos, keine Anmeldung erforderlich) Führungen für Gruppen oder Schulklassen machen wir gerne auf Anfrage 

Yossi Lemel
Yossi Lemel


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