Neue Blicke auf die Welt werfen

Barbara Hahn, Christine Zimmermann

Informationsgrafiken sind heute zur Vermittlung komplexer Sachverhalte nicht mehr wegzudenken. Darstellung hat Macht: Sie kann (er)klären, verschleiern, manipulieren, die Perspektive verändern. – In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Arbeiten der beiden Designerinnen Barbara Hahn und Christine Zimmermann und gehen dabei an die expermentellen Grenzen der Datenvisualisierung.

Grafiker und Designer, Statistiker, Geografen, Architekten und Kommunikationsfachleute – sie alle arbeiten mit Daten. Diese zu visualisieren hat sich zu einem spannenden, vergleichsweise jungen Feld der grafischen Gestaltung entwickelt. Barbara Hahn und Christine Zimmermann fühlen sich „dem Inhalt und der Form gleichermaßen verpflichtet“, sie wollen Dinge strukturieren, damit sie lesbar werden und zugleich eine ästhetische Form dafür finden. Ihre Datenvisualisierungen zeigen neue Sinnzusammenhänge auf, arrangieren mit Informationen alternative Blickwinkel und bieten damit überraschende Einblicke und neue Perspektiven auf ein Thema. Der illustrative, narrative Charakter ihrer Informationsgrafiken und die nicht-lineare Lesart erlauben dabei dem Betrachter ein freies und spielerisches Aufspüren von Inhalten.

Ein weitere, interessanter Aspekt ihrer Arbeit besteht darin, Informationsdesign gezielt als Instrument zur Designforschung einzusetzen, etwa mittels „Knowledge Visualization“, einem Projekt zur visuellen Analyse von Stadträumen, von deren Farben, Texturen und Oberflächen bis zu Gebäudeformen und Bewegungsmustern.

Mit ihren Arbeiten – unter anderem für Die Zeit oder das New York Times Magazine – haben die beiden Gestalterinnen ihr Büro zu einer der ersten Adressen für zeitgenössisches  Informationsdesign entwickelt. Sie sind hervorragende Beispiele, wie intelligentes Grafikdesign dabei helfen kann, neuartige Sichtweisen auf komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln – eine wichtige Aufgabe für das Grafikdesign der Zukunft!

 

Barbara Hahn und Christine Zimmermann realisieren seit 2004 gemeinsam Projekte. 2008 gründeten sie ihr Grafikbüro ‹Hahn+Zimmermann› in Bern. Dort arbeiten sie in den Bereichen Kommunikationsdesign, Informationsgrafik und Designforschung für nationale und internationale Kunden sowie an selbstinitiierten und freien Projekten. Seit 2007 Forschungstätigkeit an der Hochschule der Künste Bern im Forschungsfeld ‹Knowledge Visualization›. Regelmässige Vortrags- und Lehrtätigkeit im Bereich Informationsgrafik an unterschiedlichen Berufs- und Hochschulen. 

Literatur:

  • 2008: Christoph Merian Verlag, 2008: "Von B und C – Datenvisualisierung jenseits von Kuchen- und Balkendiagrammen" 
  • 2012: Kunstprojekt "FAQ – Frequently Asked Questions"

 

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