Klikspaan. Visuelle Grammatik

Andrea Redolfi (A), Heike Czerner (D)

Bei diesem Workshop steht nicht so sehr ein konkret umrissenes praktisches Ergebnis im Vordergrund. Wichtiger ist, zu einem neuen Blick auf Herangehensweisen im Gestaltungsprozess zu gelangen.

Andrea Redolfi und Heike Czerner haben die grundlegende Idee zu »klikspaan« während des gemeinsamen Masterstudiengangs in den Niederlanden im Jahre 2000 entwickelt. Dabei geht es um ein Erfahren, Begreifen und Anwenden von verschiedenen Gestaltungstechniken, Sensibilisierung der Wahrnehmung und des analytischen Sehens.  Bei ihrem fünftägigen Workshop geht es in einer Aufgabe um die Auseinandersetzung mit der visuellen Grammatik von Buchumschlägen: Welche Gesetzmäßigkeiten sind dabei zu erkennen, und wo beginnt der oft intuitive geprägte Prozess der Wahl der Proportionen, der Schrift, des Layouts, des Materials und der Ausstattung.  Bei der zweiten Aufgabe geht es um die Auseinandersetzung mit dem konkreten Ort, an dem der Workshop stattfindet: dem Campingplatz. Gestaltet werden sollte eine visuelle Grammatik, die für Camper von Nutzen ist: etwa Warnhinweise, Signale etc. »Gestalten« meint dabei aber nicht nur die ästhetische Form, sondern eine soziale Aktivität, die Orientierung geben kann.

Andrea Redolfi, geboren 1975, 1993-1998 Vorkurs, Grafiker-Fachklasse und Lehrausbildung, Schule für Gestaltung St.Gallen (CH); Diplom mit Auszeichnung, Schweizer Fähigkeitszeugnis für Grafik. Seit 1999 Mitarbeiterin im Atelier Gassner, Vorarlberg (A); 2000-2002 Master of Fine Arts at St. Joost Academy Breda (NL); seit 2005 Workshops an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Fakultät Gestaltung und an der FH Dornbirn. Seit 2010 Teilhaberin — Gassner Redolfi KG.

Heike Czerner, geboren 1972, 1994-1999 Diplom Kommunikationsdesignerin, Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt; 1999-2001 Master of Fine Arts, St. Joost Academy Breda (NL); 2000-2004 Art Direktorin cayenne Werbeagentur (Düsseldorf), Art Direktorin Rempen & Partner (München); seit 2004 selbstständige Grafik-Designerin mit Büro in München; seit 2005 Dozentin an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Fakultät Gestaltung.

Kursinhalte im Detail

  • Erste Aufgabe: Buchcover — Schulung der Wahrnehmung und Analyse des Gestaltens. Jede/r TeilnehmerIn sollte ein liebgewordenes, »schönstes« Buchcover mitbringen. Vorab werden die TeilnehmerInnen aufgefordert Argumente zu notieren, was eine gute Covergestaltung ausmacht.
    Ein gut gestaltetes Buchcover wird nicht nur auf die ästhetische Form reduziert. Die visuelle Grammatik richtig einsetzen heißt, einem bestimmten Inhalt die entsprechende visuelle Form zu geben. Das Ziel der Übung ist es, die Gesetzmäßigkeiten in der Gestaltung kennenzulernen, zu analysieren und zu beurteilen.
  • Zweite Aufgabe: Zeichencode für mobile Nomaden, die Camper Schulung der Wahrnehmung, Recherche vor Ort, Ideenfindung, Umsetzung vor Ort. Die TeilnehmerInnen tauchen ein in die Welt der Camper. Die TeilnehmerInnen werden selber campen. Die Recherche beinhaltet folgende Fragen: Was zeichnet diese Tourismusgruppe aus? Was ist reizvoll am kampieren? Mit welchen Hilfsgegenständen reisen Camper? Welche Nutzungen muss ein Campingplatz erfüllen? Welche Spanne an Tätigkeiten umfasst das kampieren? etc.
    Die TeilnehmerInnen entwickeln eine visuelle Grammatik für die Camper, wie z.B. Warnhinweise, Aktivitäten, Signale etc.
    Die Aufgabe besteht darin, eine komplexe Aussage mit der visuellen Rhetorik leserlich zu gestalten.

Zielgruppe, Voraussetzungen
GrafikdesignerInnen und GestalterInnen, einschlägige grafische Kenntnisse sind erforderlich.

Und außerdem sehr wichtig …

  • Entwurfsmaterialien: Lineal, Bleistifte, Radiergummi, Kugelschreiber, Schere, Cutter, Notizblock oder -büchlein.

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