Cover Stories – Vortrag leider abgesagt!

Manfred Eicher/ECM (D)

ACHTUNG: Manfred Eicher musste den Vortrag leider kurzfristig absagen. Akut war es nicht möglich, gleichwertigen Ersatz zu finden, weshalb an diesem Abend leider kein Vortrag stattfindet. Auch bei uns war die Vorfreude groß – wir entschuldigen uns für die Enttäuschung!

Unsere nächsten Vorträge:
> 12. Oktober: U5 Expedition meets Lürzers Archiv
(veranstaltet von der WK Tirol)
> 15. November:
Slow Cooking Design (Borja Martinez, E)

Die Gestaltung der Plattencover des Labels ECM ist so unverwechselbar wie der Klang seiner Musik. In vierzig Jahren ist eine Bildwelt mit einer dezent begleitenden Typografie entstanden, die auf der Eigenständigkeit und vieldeutigen Kraft jedes einzelnen Motivs beruht. Klangästhetik, Bildästhetik und typographische Gestaltung bilden eine uverwechselbare Einheit.

ECM – Edition of Contemporary Music – wurde 1969 als unabhängiges Plattenlabel von Produzent Manfred Eicher in München gegründet. Bis heute hat es mehr als 1.500 Alben veröffentlicht, mit dem Fokus auf Jazz, Improvisation und zeitgenössischen Kompositionen, darunter richtungsweisende Alben von Keith Jarrett, Jan Garbarek, Arvo Pärt, Steve Reich, Gary Burton, dem Art Ensemble of Chicago und vielen anderen. Die Ästhetik der Covergestaltung ist seit jeher ein wesentlicher Teil jeder Produktion. In enger, über Jahrzehnte andauernder Zusammenarbeit Eichers mit Gestaltern wie Barbara und Burkhart Wojirsch, Dieter Rehm und Sascha Kleis hat ECM eine einzigartige Bildästhetik entwickelt, die untrennbar mit der Musik des Labels verbunden ist. Musik und Bild treten in Dialog,  das Bild wird zur „visuelle Partitur“ der Musik und lässt dennoch Raum für Interpretation offen.

Manfed Eicher beleuchtet die Entstehung der Bildwelten von ECM, dokumentiert die Suche nach den richtigen Covermotiven und spürt ihrer Bedeutung für das Gesamtwerk nach. Zwei Publikationen sind bisher zur visuellen Geschichte des Münchner Labels erschienen: Sleeves of Desire (Lars Müller, 1996) und Der Wind, das Licht–ECM und das Bild (Lars Müller, 2009). „Musik ist der Mittelpunkt meines Lebens“, sagt Manfred Eicher. „Sie ist das Zentrum, und alles verzweigt sich von hier aus, hierher kehre ich immer wieder zurück: in die Konzertsäle, Kirchen und Studios. Musik ist meine Arbeit: Bei Musikaufnahmen sollte jene unverwechselbare Atmosphäre entstehen, die den Wunsch weckt, etwas zu verändern oder, wenn notwendig, besser, vollkommener zu machen.“


 

Manfred Eicher gründet 1969 das Label ECM Records, das er bis heute leitet. In den siebziger Jahren avancierte ECM zu einem der wichtigsten Schallplattenlabels (DownBeat Critics Poll 1976: „Producer of the Year” und 1980 „Label of the Year”). Zusammen mit Heinz Bütler drehte Eicher 1990 den Film Holozän nach einer Erzählung von Max Frisch. Musikproduktion für zahlreiche Filme u.a. von Jean-Luc Godard, mit dem ihn eine jahrelange Zusammenarbeit verband, Theo Angelopoulos, Xavier Koller, Sandra Nettelbeck, Christian Frei und James Nachtwey. Zahlreiche Preise und Würdigungen, u.a. 1986 „Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik“, 1998 „Musikpreis der Landeshauptstadt München“, 1999 „Producer of the Year”, 2002 Grammy als „Best Classical Producer of the Year”, 2013 Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung, uvm. 

 

Text: aus der ECM-Website und der Rezension der Publikation 
„Der Wind, das Licht – ECM und das Bild“

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