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Ikonen und Eintagsfliegen
Arthur Zelger und das Grafikdesign in Tirol

Herausgegeben
von Anita Kern und Kurt Höretzeder

ISBN 978-3-7099-7188-8

ca. 464 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag,
durchgängig färbig mit zahlreichen Abbildungen
Erscheint im Haymon Verlag, auch als E-Book erhältlich.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der die zugrunde liegenden Themen versammelt und vertieft:

Anita Kern, Designforscherin aus Wien und Kuratorin der Ausstellung, widmet sich in einem umfangreichen Beitrag dem „ersten modernen Grafiker Tirols“, Arthur Zelger. Sie bietet einen umfassenen Einblick in Leben und Werk dieses wohl bedeutendsten Grafikdesigners Tirols und darüber hinaus einen Abriss der Tiroler Grafikdesigngeschichte von der vorletzten Jahrhunderwende bis heute. So entsteht ein zeitgeschichtliches Panoptikum Tirols aus grafischer und werblicher Sicht, in dem das Land zu dem wurde, was es heute ist.

Christian Maryška, Mitarbeiter in der Grafiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, untersucht aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive den werblichen Blick auf die Tiroler Alpen – und wie dieser den Aufstieg Tirols zum „Tourismusweltmeister“ erst möglich machte.

Doris Hallama, Architekturtheoretikerin in Innsbruck, unterzieht die Darstellung der Landschaft in Arthur Zelgers Arbeiten einer aufmerksamen Analyse und legt dar, warum die Ikonisierung der Landschaft im Verlauf des 20. Jahrhunderts allmählich von der Malerei auf das Grafikdesign überging und dabei ganz eigene Methoden entwickelte.

Günther Moschig, Kunsthistoriker aus Wörgl, sucht nach den Spuren der „Tiroler Moderne“ in Malerei und Architektur und findet diese unter anderem im flammenden Plädoyer Adolf Loos’ für das „flachste Dach“, veröffentlicht 1913 in der Tiroler Literaturzeitschrift „Brenner“.

Maurice Munisch Kumar und Albrecht Dornauer, mit ihrem „Archiv für Subkultur“ Experten für kulturelle Lebensformen und Szenen abseits des Mainstream, skizzieren in ihren Beiträgen den Hintergrund, der es ab den 1970er-Jahren selbst in Tirol möglich machte, alternative kulturelle Ausdrucks-weisen – etwa in Musik, Theater und Jugendkultur – zu etablieren. Fast „nebenbei“ entstand so eine eigene subkulturelle Ästhetik, die die „Moderne“ erst im eigentlichen Sinn in Tirol durchsetzte.

Katrin Androschin, Gestalterin und Expertin in Sachen Markenführung in Berlin (mit Innsbrucker Wurzeln), geht den Entwicklungsschritten nach, die von den Plakaten der Frühzeit bis zu den komplexen Strategien führen, denen professionell geplante Marken heute folgen.

Kurt Höretzeder, Gestalter und Co-Kurator der Ausstellung, wirft in seinem Beitrag einen Blick nebenan in die Moderne, in die Schweiz, nach Mailand und nach Ulm, findet manche Haltungen dieser stilprägenden Designszenen der 1950er- und 1960er-Jahre auch in Tirol wieder und kommt trotzdem darauf, dass man hierzulande immer schon relativ immun gegenüber zu viel „modern“ war – zumindest dort, wo sich damit nicht wirklich Geld verdienen lässt.

Im Katalogteil sind sämtliche in der Ausstellung gezeigten Exponate abgebildet.

€ 39,90 inkl.

zzgl. Versandkosten (Inland 3,80.-)

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