Forum für visuelle Gestaltung Innsbruck

Funktionalität und Poesie im Einfachen

Wangler & Abele (D)

Funktionalität, Sinnlichkeit und Poesie aus den Mitteln der Reduktion und Einfachheit, wurde zum Kennzeichen der Arbeiten aus dem weltbekannten Münchner Büro für Gestaltung Wangler & Abele. Frank Abele gibt Einblicke in Haltungen und Arbeitsweisen und skizziert exemplarisch das kulturelle Potenzial visueller Kommunikation.

Bei uns gibt es wohl kaum jemanden, dem/der nicht schon einmal die überlebensgroßen »M’s« mitten im (ehemaligen) Erdinger Moos nördlich von München aufgefallen wären. Ein schlichtes »M« wird zum Erkennungs(Willkommens-?)zeichen für rund 40 Millionen Menschen, die alljährlich den dazugehörigen Flughafen nutzen. Gestaltet wurde dieses Zeichen vom Münchener Büro für Gestaltung Wangler & Abele. Es ist Teil eines umfassenden Katalogs visueller Gestaltungsarbeiten, der seit 1992 kontinuierlich weiterentwickelt wurde und neben Corporate-Design auch Gestaltungsrichtlinien zu Landschaftsarchitektur, Architektur und Innenarchitektur umfasst. — Schon an diesem weiten Spektrum wird der umfassende Anspruch sichtbar, den das Büro mit dem Begriff visueller Gestaltung verbindet. Gegründet wurde es 1983 von den Architekten und Designern Eberhard Stauß und Ursula Wangler. Stauß war von 1970 bis 1972 Mitarbeiter von Otl Aicher an der Abteilung für visuelle Kommunikation der Olympischen Spiele 1972 in München. Das für Aicher so wichtige Anliegen, verantwortungsvolles Handeln in Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft zu übersetzen in ästhetische Haltungen wie Reduktion, Einfachheit und Klarheit, setzt sich bis heute in den Arbeiten des Büros fort. Mit einigem Recht kann davon gesprochen werden, dass Wangler & Abele wie kein zweites die grundlegenden Ansprüche der Hochschule für Gestaltung in Ulm bis in die Gegenwart herauf fortführt und weiterentwickelt. Seit 2000 leitet Frank Abele nun gemeinsam mit Ursula Wangler das Büro für Gestaltung. Die Liste weltweit realisierter Projekte, an visuellen Erscheinungsbildern, Ausstellungsgestaltungen sowie Leit- und Orientierungssystemen ist ebenso beeindruckend wie deren gestalterisches Niveau. Frank Abele gibt anhand vergangener und aktueller Projekte Einblicke in die Haltungen und Arbeitsweisen dieses in seiner Form wegweisenden Gestaltungsbüros.

Green Point Stadium Cape Town; Visuelle Kommunikation: Wangler & Abele Architektur: gmp Architekten, Berlin, Point Architects & Urban Designers, Cape Town; Fotograf: Marcus Bredt, Berlin

Green Point Stadium Cape Town; Visuelle Kommunikation: Wangler & Abele
Architektur: gmp Architekten, Berlin, Point Architects & Urban Designers, Cape Town; Fotograf: Marcus Bredt, Berlin

Kapelle im Olympiastadion Berlin; Wandgestaltung: Wangler & Abele Architektektur Umbau: gmp Architekten, Berlin; Fotograf: Rudi Meisel, Berlin

Kapelle im Olympiastadion Berlin; Wandgestaltung: Wangler & Abele
Architektektur Umbau: gmp Architekten, Berlin; Fotograf: Rudi Meisel, Berlin

Frank Abele studierte Visuelle Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, sowie Sozialwissenschaften mit Hauptfach Soziologie an der Ludwig-Maximilans-Universität München. Seit 2000 leitet er zusammen mit Ursula Wangler das Büro für Gestaltung Wangler & Abele in München. Das Büro entwickelt u.a. visuelle Erscheinungsbilder, Ausstellungsgestaltungen und Leit- und Orientierungssysteme. Unter letzteren finden sich zahlreiche namhafte Projekte, wie der Flughafen München, die BMW Welt München, der Reichstag und die Parlamentsbauten im Spreebogen Berlin, die Pinakothek der Moderne München, das Olympiastadion Berlin, die Weltmeisterschaftsstadien Südafrikas in Kapstadt, Durban und Port Elisabeth, das Nationalstadion Warschau, die Messen München, Köln und Hamburg. Das Büro besteht seit 1983 (Büro für Gestaltung Prof. Eberhard Stauß Ursula Wangler).

Leibniz Universität Hannover_Orientierungssystem Hauptgebäude Welfenschloss: Wangler & Abele Fotograf: Rudi Meisel, Berlin

Leibniz Universität Hannover; Orientierungssystem Hauptgebäude Welfenschloss: Wangler & Abele
Fotograf: Rudi Meisel, Berlin

Leibniz Universität Hannover; Orientierungssystem Hauptgebäude Welfenschloss: Wangler & Abele Fotograf: Rudi Meisel, Berlin

Leibniz Universität Hannover; Orientierungssystem Hauptgebäude Welfenschloss: Wangler & Abele
Fotograf: Rudi Meisel, Berlin

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